Uniform Teil 1 – Die Einkleidung

Liebe Leute…

ich muss euch etwas gestehen. Ich habe gerade meine (hoffentlich) letzte Hausarbeit dieses Studiums “zu Ende” geschrieben. Wieso in “”? Weil sie richtig schlimm geworden ist. Ich habe keine Lust mehr… einfach keine Lust mehr mit Zitaten zu schreiben, Quellen anzugeben und ein eigentlich unfassbar endloses Thema auf zehn Seiten zu quetschen… Deshalb – gut für euch – muss ich jetzt noch ein paar Zeilen schreiben, die mir was bedeuten und die ich gerne schreibe 😉

Einige treue Begleiter meines Blogs haben sich – einige als Motivation für den ersten Tag in der Ausbildung bei der Polizei, andere als Motivation für ihre Bewerbung – einen Blogpost über die Uniform gewünscht. Also will ich diesem Wunsch nachgehen – jetzt. Hier. Sofort. Let’s go…
p.s.: es wird lang, ich hoffe ihr haltet durch.

Die Einkleidung

Die Uniform. Was soll ich sagen. Ich war schon immer ein Fan. Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern fand ich Menschen in Uniform schon immer bewundernswert. Als Kind war ich super ehrfürchtig, wenn ich Polizisten begegnet bin. Polizei hat irgendwie Zittern in mir ausgelöst. In meiner Abi-Zeit habe ich dann in Berlin am Augustaplatz gelebt (wer das kennt weiß vielleicht auch, dass da gegenüber ein großer Polizeiabschnitt ist). Hier wurden früher auch Diensthunde trainiert und ich konnte durch den Zaun beobachten, wie die Hunde an Stühlen Drogen aufspüren sollten. Und ständig die Fahrzeuge. Mit Blaulicht führen die Jungs und Mädels in Uniform in ihre Einsätze. Hübsch fand ich die Uniform allerdings erst, als sie blau wurde. Auch Männer in Uniform wurden dann im Laufe der Jahre immer interessanter für mich :p
Spaß beiseite…

Dann fing ich bei der Polizei an. Meine Zeit. Polizistin werden. Uniform tragen. Um Gottes Willen. Ich freute mich, aber hatte gleichzeitig Sorge, dass ich total dumm darin aussehen würde. Frauen Probleme. Ich weiß.
Der Tag der Einkleidung war auch so eine Sache. Wir erhielten in zwei verschiedenen Räumen unsere Uniform. Den Einsatzanzug – der in geschlossenen Einsätzen (z.B. auf der Hundertschaft) getragen wird, haben wir anprobiert und durften unsere Größen auch gleich mitnehmen. Die Hose fühlte sich an wie ein Sack und die Jacke war mir gefühlt fünf Größen zu groß. Die Männer in der Kleiderkammer “das passt schon so”. Als sie mein schockiertes Gesicht sahen grinsten sie nur und gaben mir den Oberkörpervollschutz sowie die Schienbeinschoner, die man unter Jacke bzw. Hose ziehen muss. Ich zog alles einmal an – und zur Stimmungsaufhellung der Kollegen – passten Jacke und Hose plötzlich wie angegossen. Ich hatte davor keine Ahnung wie fett diese Schutzausrüstung dann doch ist. 😀 Die Herren lachten nur, waren bester Laune und meinten “wieso glaubt uns eigentlich nie eine Frau, nur weil ihr denkt die müssten so hauteng wie eure Jeans sitzen”. Wo sie recht hatten 😀
Es war allgemein eine sehr entspannte Atmosphäre. Wir erhielten zum Einsatzanzug noch die Schienbeinschoner (Schienies genannt), einen Unterleibsschutz, eine Fließjacke, den Helm, Handschuhe, sowie eine Warnweste, eine Wollmütze und die Stiefel. Vollbepackt ging es dann ein Stockwerk tiefer, wo wir in eine Art Ankleideraum kamen. Nacheinander mussten wir hier alle Teile der Uniform “schön” anprobieren. Hemden, T-Shirts, Hosen, Jacken, Halbschuhe, Achteck-Mütze, ein weiteres paar Handschuhe, Socken – und ich hoffe ich hab jetzt nichts vergessen. Achso. Doch. Der Gürtel.

Einige Teile – von denen eine Menge vorrätig war, durften wir sofort mitnehmen, alles andere wurde bestellt. Das ganze Zeug wollte dann aber auch nach Hause gebracht werden. Wir nahmen also alle zur Einkleidung IKEA Taschen oder Koffer mit, um alles irgendwie ins Auto bzw. nach Hause zu transportieren – leichter gesagt als getan.

Zuhause hab ich dann nochmal alles anprobiert was ich schon mitnehmen durfte. Mir war klar, dass ich mich erst einmal an alles gewöhnen musste. Als dann meine restlichen Teile kamen wurden auch die nochmal anprobiert. Alles habe ich feinsäuberlich in meinen Kleiderschrank räumen wollen, da wir an der Akademie leider keine eigenen Schränke habe. Ich stellte fest es war viel zu viel. Viel zu viel für meinen doch schon recht großen Kleiderschrank. Es mussten IKEA Kisten und mein Auto als Zwischenlösung herhalten, bis ich geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten fand – die Luxus-Probleme des Alltags.

Die ersten Fotos in Uniform – wenn ich jetzt zurück gucke – so witzig alles. Ich hab es einfach komplett falsch angezogen anfangs… Da brauchten wir alle noch etwas Nachhilfe. Keine Ahnung haben aber schon stolz wie Oskar sein – so ungefähr war das Gefühl bei der Einkleidung.

Morgen oder Übermorgen folgt dann der Post über das Gefühl, wie es ist, Uniform zu tragen. Er ist schon fertig und auf meinem Rechner gespeichert, aber mal ehrlich: Ich glaube das hätte überfordert und euch abgeschreckt… Es war echt viel Text… Lieber zwei teilen, als alles auf einmal oder?

gez. Ms. Officer

p.s.: Ich bin unzufrieden mit dem Text. Mit dem Part 2 davon auch. Aber ich poste es. Weil ich will. Und weil ich auch nicht immer mit allem zufrieden bin was ich mache. Ich hoffe ihr seht mir das nach und habt trotzdem Spaß am lesen. Nächstes Mal wird’s besser. Die Uniform ist ein Thema, die man sehr schwer in Worte fassen kann.
p.p.s.: ich wünsche allen eine erfolgreiche Bewerbung und/oder einen erfolgreichen ersten Tag in der Ausbildung!

 gez. TP

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