Der Umgang mit Waffen

Mal wieder ein sehr spontanes Thema, das mir auf dem Herzen liegt…

Es geht um das Thema Waffen. Der Umgang mit der Dienstwaffe, die Gedanken, die ich dazu habe und auch die Ansichten, die viele Menschen mir zwecks der Waffe mitteilen wollten. Es wird wieder einmal ein polarisierendes Thema – aber ihr kennt mich und meine Art ja langsam. “Der Umgang mit Waffen” weiterlesen

Polizeianwärter und Instagram

Ich möchte heute über ein Thema reden, das mir sehr am Herzen liegt. Und das vor allem alle betrifft, die sich über diese Polizei-Instagram Verknüpfung Gedanken machen. Vor allem geht dieser Blogpost an alle, die mich zwecks meines Profils und allem, was ich dort veröffentliche, angesprochen haben.

p.s.: alles was ich hier sage ist absolut lieb gemeint!! Es soll sich bitte NIEMAND angegriffen fühlen, ich meine das nur gut!!

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Was motiviert mich?

Es geht um das Thema Sport. Viele Fragen mich, wie ich mich motivieren kann, regelmäßig Sport zu treiben.

Warnung: dieser Blog Post wird sehr persönlich. “Was motiviert mich?” weiterlesen

Verrate ich, wer ich bin?

Endlich schaffe ich es wieder. Einen Blogpost zu schreiben. Die Lust ist wieder da und die Gedanken wollen wieder raus. Weil ich vermehrt etwas gefragt werde. Oft, sehr oft in letzter Zeit:

Wieso sagst du nicht, wer du bist? Wann sehen wir dein Gesicht? “Verrate ich, wer ich bin?” weiterlesen

Dankbarkeit und Wertschätzung

Guten Tag ihr Lieben,

 

 
vor Kurzem habe ich bei Instagram einen Spruch gepostet:
“Mach das Richtige, auch wenn niemand zuschaut. Das nennt man Integrität”. Davon abgesehen, dass das Richtige immer Definitionssache ist, habe ich dazu erläutert, dass es wichtig ist, Dinge nicht aus dem Grund zu tun, dass man von anderen Lob und Anerkennung bekommt, sondern dass man es aus Überzeugung machen sollte. Immer. Auch wenn niemand dabei ist, der deine gute Tat loben kann.

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Polizeianwärter als “Möchtegern-Cops”?

Ein Mädchen, dass mir bei Instagram folgt, hat mich gebeten darüber zu schreiben, wie man auf der Straße mit Polizei-Hass und Angriffen aufgrund des Berufs umgeht. Darüber kann ich nichts sagen, da ich noch keine fertige Polizistin bin und diese Erfahrungen in dem Umfang bisher nicht machen konnte. “Polizeianwärter als “Möchtegern-Cops”?” weiterlesen

“Es ist doch eh immer das Gleiche” – ist es das?

Ich habe euch vor einigen Tagen in einem Post gefragt, was ihr als unabdingbare Eigenschaft/Charakterzüge/Talente haltet, die ein guter Polizist/Ermittlungsbeamte haben muss. Ja, ich wollte auf etwas bestimmtes hinaus.

Viele richtige Antworten waren dabei. Einige davon seht ihr hier:
– Soziale Kompetenz
– Fitness
– Autorität
– Menschlicheit
– Respektvollen Umgang mit Menschen
– Authentizität
– Konzentration
– Leidenschaft für den Beruf
– Teamfähigkeit
– Belastbarkeit

Keine Frage, es gibt nicht die eine Sache, die ein Polizist können/wissen/tun muss. All das oben genannte ist wichtig. Aber ich will mit euch über etwas bestimmtes sprechen. Eine Sache, die einem von Anfang an im Studium beigebracht wird, hinter der aber in meinen Augen viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick erkennt.

Wie ich darauf gekommen bin? Durch aktuelle Situationen im Privatleben, bei denen mir einfach bewusst geworden ist, wie sehr ich diesen Grundsatz doch mag und wie richtig und wichtig er ist – im Job, wie auch im Privatleben.

Also… Worauf wollte ich hinaus. Was ist etwas sehr wichtiges für einen Polizisten?
Die Beurteilung der Lage.

Das klingt so einfach. Ich fragt euch sicher: Gut, und was will sie damit jetzt tolles anfangen? Ja, das habe ich mich anfangs auch gefragt, bzw. habe ich mich gefragt wie ich euch das mitteile. Und deshalb muss ich es anhand von Beispielen machen, denn nur so wird die Wichtigkeit dieser Sache deutlich – denke ich. Hoffe ich.
Man beginnt das Studium und so ziemlich in der ersten Stunde Einsatzlehre (das Fach, das in meinen Augen am nächsten an der Praxis dran ist) lernt man, was die Beurteilung der Lage bedeutet. Die genaue Definition und was es konkret in der Einsatzlehre bedeutet darf ich euch leider nicht sagen, da es Verschlusssache ist. Aber wir können uns alle darunter etwas vorstellen. Und genau darauf will ich hinaus. Auf die eigene Definition. Viele Antworten, die ich auf meine Frage im Post bekommen habe, lauteten “Neutralität” oder “nicht in eine Routine rutschen”. Und das trifft es schon ziemlich gut.
Die Beurteilung der Lage bedeutet, dass man Einschätzungen und Gedanken zu einer bestimmten Situation in seinem Kopf hat.

Ein Beispiel aus dem Leben: Wir beurteilen die Lage jeden Tag. Und das nicht nur einmal. Wir beurteilen die Lage tausende von Malen jeden Tag. Wie und wann fragt ihr euch? Es beginnt schon nach dem Aufstehen. Ihr fragt euch: “Was ziehe ich heute an?” Dafür müsst ihr die Lage beurteilen in dem ihr euch fragt, was ihr heute vor habt, wie ihr dafür angezogen sein wollt, aber auch wie das Wetter heute ist und ob man deshalb die dicke Jacke braucht oder ob eine Strickjacke vielleicht reichen könnte. Das ist eine Beurteilung der Lage. Wenn ihr euch Essen macht, beurteilt ihr, auf was und wie viel Hunger ihr habt. Wenn ihr euch mit Freunden verabredet beurteilt ihr die Lage dahingehend, was ihr machen wollt, wie viel Zeit ihr habt und auch hier wieder: das Wetter.
Jeden Tag also, hat man tausende von Situationen, in denen man – ganz automatisch – eine Beurteilung der Lage durchführt. Und worauf ich hinaus will: diese automatische Beurteilung der Lage sollte man viel aktiver und bewusster machen – vor allem als Polizeibeamter.

Ein Beispiel aus dem Berufsleben: Wir stellen uns vor, du und dein Streifenpartner sitzen zusammen im Funkwagen. Es kommt der Einsatz “Verkehrsunfall – nur Blech”. Ihr fahrt ran, ohne Eile (also ohne Sonder- und Wegerechte).
Die Beurteilung der Lage könnte jetzt auf zwei Weisen ablaufen:
– Kurz und unbewusst: Man erwartet vielleicht zwei Fahrzeuge, die ein paar Schrammen haben, aber nichts großartiges und stellt sich schon auf das Schreiben ein, dass bei der Aufnahme des Verkehrsunfalls nun mal ansteht. Du hast heute einen schlechten Tag. Hast schlecht geschlafen und hast Streit mit deiner Partnerin/deinem Partner – bist also nicht ganz auf der Höhe heute. Du und dein Streifenpartner seit Schweigsam auf der Anfahrt weil keiner sich großartig Gedanken macht und beide einen “einfachen VU” erwarten.
– Ausführlich und bewusst: Du und dein Streifenpartner redet miteinander – ihr tauscht euch aus. Wie es euch geht und was ihr denkt. Du äußerst auch, dass es dir heute nicht so gut geht und du deswegen ihm das Reden überlassen würdest. Dein Streifenpartner äußert sein Verständnis und weiß nun, dass er noch aufmerksamer sein muss als sonst. Er fängt auch an zu erzählen, dass er letztens erst wieder einen Verkehrsunfall hatte, bei dem es zu einem Widerstand durch einen alkoholisierten Fahrer mitten am Tag gekommen sei. Außerdem sprecht ihr über die Örtlichkeit und dass es dort eventuell viele Schaulustige geben könnte. Ihr seid nun beide aufmerksam. Dein Kollege hat durch seine Geschichte daran erinnert, dass es nicht immer ganz einfach ablaufen muss und du hast ihn vorgewarnt, dass du heute einen schlechten Tag hast.

Stellt euch diese Situation vor. Ihr kommt also nun am Einsatzort an, es kommt zu einer Auseinandersetzung, weil der Unfallverursacher keinen Führerschein hat und vom Unfallort flüchten möchte. Welches Streifenteam meint ihr, wäre besser vorbereitet?
Ein einfaches Beispiel, aber ich denke es bringt auf den Punkt was ich sagen will.

Ich rede hier absolut nicht von Erfahrungswerten. Erfahrungen sind verdammt wichtig in Einsätzen und sollen natürlich auch in die im Kopf ablaufende Beurteilung der Lage einfließen. Was ich aber wichtig finde ist: sich niemals von den äußeren erkennbaren Umständen blenden lassen. Was anfangs nach einem einfachen Verkehrsunfall aussehen mag, kann sich auch als große Herausforderung herausstellen. Es gibt VUs, die in Widerständen enden. Es gibt polizeifeindliche Bürger, die euch bei der Aufnahme des VUs mit einem Messer bedrohen können. Es gibt Schaulustige die eure Arbeiten erschweren, euch anpöbeln und den Konflikt suchen. Und das sind nur drei kleine Beispiele von unendlich vielen. Es kann immer viel schlimmer kommen als man denkt und es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein. Deshalb wird auch nicht nur eine einzige Beurteilung der Lage durchgeführt. Sondern immer und immer wieder. Sobald neue Informationen dazu kommen, wird die alte Beurteilung aktualisiert. Man macht sich also Gedanken, wenn man zum Ort fährt – alles Spekulationen, weil man noch gar nicht weiß, wer einen dort erwartet und wie das Schadenbild aussieht. Vor Ort angekommen hat man diese Informationen und kann sein Puzzle im Kopf weiter ordnen. Die Info, dass man heute einen schlechten Tag hat, hat dein Streifenpartner nicht, außer du teilst es ihm mit. Er kann diese Information also nicht in seine Beurteilung der Lage aufnehmen, wenn du es ihm nicht sagst, wenn ihr nicht miteinander redet.
Ebenso ist es mit dem Unfallhergang. Man kommt vor Ort an und es scheint eine offensichtliche Unfallursache zu geben. Anstatt aber diese Annahme blind zu übernehmen, und somit die Lagebeurteilung als vollendet anzusehen, befragt ihr die beiden Unfallgegner. Es kommen Informationen ans Licht, die auf den ersten Blick nicht erkennbar waren. Die Beurteilung der Lage im Kopf wird aktualisiert – ganz automatisch.

Ein anderes Beispiel hierzu, dass es noch einmal mehr verdeutlicht. In meinen Abschnitts-Praktikum sind wir zu einem Einsatz “Verdacht häusliche Gewalt” gefahren. Vor Ort angekommen öffnete uns eine scheinbar am Boden zerstörte Frau die Tür. Alle gingen erst einmal davon aus, der Mann habe sie geschlagen. Als wir die Wohnung betraten setzte sie sich auf den Boden – bitterlich weinend. Sie hatte keine augenscheinlichen Verletzungen. Auf die Nachfrage, wo sich der Mann befinde, der sie geschlagen haben soll, äußerste sie, er sei abgehauen, mit dem Kind. Es lagen zerschlagene Gläser und Tassen auf dem Boden, an denen blutsuspekte Anhaftenden zu sehen waren – wie gesagt, die Frau war nicht verletzt. Als wir die Frau über ihre Möglichkeiten aufklärten, hörten wir ein Kind in einem Zimmer weinen. Die Tür war verschlossen. Nach kurzem Klopfen und dem Hinweis, man solle sofort die Tür öffnen, kam uns ein kleiner Junge entgegen. Ich schätze Grundschulalter. Dicht gefolgt hinter ihm, mit der schützenden Hand auf dem Kopf des Jungen, kam ein Mann aus dem Raum. Er blutete am Kopf und am Arm. Nach weiteren Ermittlungen kam dann raus, dass nicht die Frau geschlagen wurde, sondern die Frau ihren Mann schlug und sie ihn mit den Gläsern beworfen hatte. Was also für uns alle am Anfang glasklar erschien, wurde nach unseren Ermittlungen komplett über den Haufen geschmissen, weil es sich als absolut falsch herausstellte. Nur, weil etwas für uns “offensichtlich” erscheint, muss das noch lange nicht heißen, dass es wirklich so ist.

Ein Polizeibeamter muss also in meinen Augen eine ständige Beurteilung der Lage durchführen, ohne sich davon von “so war es bisher immer” leiten zu lassen. Jede Situation ist eine Neue und kann ganz anders verlaufen als die 100 ähnlichen Situationen davor. Deshalb empfinde ich es als eine der wichtigsten Dinge als Polizeibeamter, alle möglichen Informationen in eine anfangs neutrale Beurteilung der Lage einfließen zu lassen und so viel wie möglich nachzufragen und zu “ermitteln”. Dazu gehört wie gesagt auch, wie es deinem Partner heute geht und wie ihr als Team funktioniert. Jeden. Tag. Neu.

Und genauso ist es doch im echten Leben oder? Wenn ihr eurer Mitbewohnerin, eurem Partner oder euren Eltern nicht mitteilt, dass es euch nicht gut geht – woher sollen sie das wissen? Wenn ihr einer fremden Person begegnet, erste Gespräche führt usw., dann bildet ihr euch einen ersten Eindruck. Aber fragen wir immer nach wieso jemand etwas macht? Nein leider nicht. Und ich finde genau diese “Beurteilung der Lage” sollte man auch in sein Privatleben mitnehmen. Denn es ist gold wert. Man lernt, Menschen nicht zu verallgemeinern. Man lernt, dass der erste Eindruck manchmal täuschen kann. Man lernt, dass Kommunikation der Schlüssel zu allem ist und man lernt, sich von der Vergangenheit nicht mehr Bestimmen zu lassen. Es macht das Leben so viel leichter. Eure beste Freundin hat etwas komisches geäußert, was du nicht verstehst? Frag nach, wie sie das meinte, bevor du Rückschlüsse ziehst, die falsch und aus der Luft gegriffen sind und sich ein Streit entwickelt. Man geht Missverständnissen aus dem Weg und kann dem Gegenüber vielleicht sogar beibringen, von sich aus die Gründe für ein Verhalten zu nennen, wenn es merkt, dass man so Konflikten aus dem Weg gehen kann und dir somit bei der Beurteilung der Lage, also der Situation helfen kann.

Ich hoffe, man hat verstanden, was ich sagen wollte. Im Einsatz wie im Privatleben. Denkt euch nicht euren Teil und geht davon aus, dass eure erste Einschätzung die richtige ist. Seit flexibel in eurer Denkweise und denkt auch mal um die Ecke. Das muss ein Polizeibeamter können und ich denke, das ist verdammt wichtig! Aber auch im Privatleben kann sich – durch Offenheit und eine gewisse Neutralität vielen Dingen gegenüber – die Beurteilung der Lage als großes Werkzeug für ein verständnisvolles und positives Miteinander auswirken. Deshalb habe ich für mich bemerkt, dass ich diese, aus der Einsatzlehre übernommene, Vorgehensweise auch in mein Privatleben übernehmen will. Man beißt sich nicht an Gedanken fest und lernt, Menschen offener gegenüber zu treten. Manchmal nämlich, neigt man dazu, sich in negatives reinzusteigern, weil man einmal enttäuscht wurde – die Beurteilung der Lage, bei jeder Situation neu und von Anfang an, hilft dagegen. Manchmal neigt man auch dazu, etwas zu positiv zu sehen “weil es ja immer gut funktioniert hat”, und wird dann enttäuscht – die Beurteilung der Lage, bei jeder Situation neu und von Anfang an, hilft dagegen. Privat und im Job.

Die Persönlichkeitsentwicklung ist ein nie endender Prozess. Obwohl ich weiß, wie wichtig und toll dieses Instrument ist, vergesse ich manchmal, es anzuwenden. Ich arbeite daran, es so oft es geht anzuwenden und zu beachten. Im Job will ich das auch tun.
Nur gibt es da zwei Herangehensweisen. Während ich im Privatleben versuchen will, alles positiver zu sehen und mich von schlechten Erfahrungen nicht “einschüchtern” zu lassen, bin ich im Job eher darauf aus “mehr auf der Hut zu sein” – man könnte sagen, immer vom schlimmsten auszugehen. Während ich im Privatleben an das Gute im Menschen glauben will, muss man im Job immer auf das Schlimmste “vorbereitet” sein, keine Routine entwickeln. Nur weil 30 VUs ruhig waren, heißt das nicht, dass der 31. auch ruhig verlaufen muss. Nur weil 10 Mal meine erste Einschätzung über den Tathergang stimmten, muss das beim 11. Mal nicht auch so sein.

Die Beurteilung der Lage. Ein endloser Prozess im eigenen Kopf, der gold wert ist. Der Titel dieses Textes ist also zu 100% falsch und ein Satz, den ein Polizeibeamter über seinen Job niemals sagen kann.

gez. TP

Das Studium gPvD – 4.-6. Semester

Ich habe euch etwas ganz wichtiges vorenthalten, weil ich es vergessen habe! Das Fahrsicherheitstraining! Das findet im Praxissemester des 3. Semesters statt und macht echt richtig viel Spaß ! Der Fahrtweg dahin (es ist sehr weit südlich Berlins) ist zwar die Hölle, aber die Tage dort sind so unfassbar witzig und man lernt wirklich sehr viel auch über sein eigenes Fahrverhalten!

So und nun wie versprochen zum Ende des 4. Semesters und das was dann folgt. Die Klausuren im 4. Semester fordern viel Energie. Bei der letzten Klausur verlässt man die Uni mit dem absolut besten Gefühl überhaupt. Ein ganzes Jahr keine Klausuren und ein halbes Jahr keine Uni. Zugegeben, ich mochte die Uni in Lichtenberg nie: zu weit weg und ein Prachtexemplar an Uni ist sie nun auch nicht 😉 deshalb umso schöner zu wissen, dass ich ein halbes Jahr nicht jeden Tag die Reise nach Lichtenberg antreten muss. Das Gefühl ist der Wahnsinn. 

Dann beginnt der 4. Praxisteil. Übergangslos geht dieser in das 5. Semester über. Ein reines “fachpraktisches” Semester (und in meinen Augen das tollste Semester). Man hat trotzdem sehr viel Theorie in einigen Lehrgängen, aber alles findet innerhalb der Polizeiakademie in Spandau (oder auf der jeweiligen Praktikumsdienststelle) statt und hat einen sehr großen praktischen Anteil. Man hat hier Lehrgänge wie den Verkehrspostenlehrgang – das ist der Lehrgang, den man braucht, um eine Kreuzung mit ausgefallener Lichtzeichenanlage (Ampel) regeln zu dürfen. Der VU-Lehrgang, wo man lernt, wie man einen Verkehrsunfall aufnimmt, ist essenziell für das darauf folgende Praktikum. Im 5. Semester ist man nämlich (kann hier nur noch von den Schupos sprechen) 6 Wochen auf dem Abschnitt und 6 Wochen auf einer Einsatzhundertschaft und erlebt dort den täglichen Dienst. Hier heißt es: viel lernen, viel von sich zeigen und viel machen! Freiwillige Vorträge oder Einsätze sind immer sehr willkommen und unterstützen den Chef dabei, eine angemessene Bewertung schreiben zu können, denn: beide Praktika sind bewertet und mir persönlich war es auch wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ausführlich zu den Praktika und meinen Erlebnissen dort, werde ich aber wohl noch einen weiteren Blogpost schreiben. Hier soll es ja nur ein grober Überblick für euch sein, an dem man sich bei Interesse am Studium mal schlau lesen kann.
Allgemein kann ich aber sagen, dass die Praktika unfassbar lehrreich und eine wahnsinnig tolle Zeit waren.
p.s.: Es wird schwer sein, danach wieder an die Uni zu gehen und die Schulbank zu drücken. Man will raus, Arbeiten – die Welt retten 😀 

Neben den o.g. Lehrgängen und Praktika hat man dann noch ein sehr langes Seminar. Dieses geht 8 Wochen und nennt sich Einsatz- und Führungsseminar. Als Gruppe oder Zug werden von immer anderen Verantwortlichen Einsätze geplant und dann auch tatsächlich durchgeführt. Dabei holen wir uns Einsätze von anderen Dienststellen, die z.B. an eine Hundertschaft gegeben werden sollten und planen sie so durch, wie man es als Zugführer im echten Leben (möglicherweise macht der es etwas besser und professioneller :P) auch machen würde. Zumindest geben wir uns Mühe. Die durchgeführten Einsätze können sich über kleinere Verkehrssonderkontrollen bis hin zu Durchsuchungen oder sonstigen Maßnahmen strecken. Es ist uns quasi freigestellt und wir können uns mal ausprobieren und erste praktische Erfahrungen sammeln. Man wächst als Team zusammen und der Lehrgang ist ein wichtiger Inhalt des Fachpraktischen Teils. Auch hier erhält man eine Note.
Ich hatte anschließend noch das Abschlussschießen. Das haben die meisten Klassen erst im 6. Semester, aber da es bei meiner Klasse termintechnisch nicht anders gepasst hat, durften wir es schon im 5. Semester machen. Das hat super viel Spaß gemacht. Wir hatten verschiedene Übungen, die wir schießen und bestehen mussten, um unsere Waffenträgereigenschaft weiterhin zu behalten bzw. zu erlangen. Uns wird dabei auch beigebracht, wie wir z.B. einhändig schießen, wie man schießt, wenn man gleichzeitig eine Taschenlampe in der Hand hält und auch, wie man Störungen an der Waffe beseitigt, wenn man nur eine Hand frei hat. Beidhändig lernt man das ja schon in den normalen Lehrgängen und im Abschlusslehrgang wird es dann eben etwas schwieriger und man kann sich nochmal austesten und seine Fähigkeiten an der Waffe verbessern. Nicht nur mit unserer “normalen” Dienstwaffe – der P6 aktuell noch -, sondern auch mit der MP5 haben wir im Abschlusslehrgang nochmal geschossen.
Auch eine Art Rollenspiel, bei dem unsere rechtliche Sicherheit im Umgang mit der Waffe und dem Schusswaffengebrauch im Einsatz geprüft wird, Muss man absolvieren. Hier war ich sehr überrascht wie viel man doch über das Studium gelernt hatte. Nachdem man ein Rollenspiel mit etwas Unsicherheit (bei mir war das so) durchgespielt hatte, verflog die Aufregung und im nächsten Rollenspiel war ich dann bereits viel sicherer im Umgang und auch mit der rechtlichen Einschätzung. 
Die Waffe in der Hand zu halten ist definitiv nicht “normal”: Es ist ein ungewohntes Gefühl und man sollte nie den Respekt vor dieser Waffe verlieren. Ein gesundes Verständnis von seinen Einsatzmitteln ist im Dienst stets geboten und das wird in diesem Abschlusslehrgang nochmal sehr gut verdeutlicht. Die Regelmäßige Überprüfung der Waffenträgereigenschaft ist sehr gut und wichtig!

Einer der besonderen Lehrgänge war außerdem die Ausbildung für den geschlossenen Einsatz. Hier lernt man, was die Hundertschaften in ihrem täglichen Dienst zu leisten haben und wie sie arbeiten. Ich darf hier leider gar nichts über die Inhalte verraten aber verdammt: Dieser Lehrgang war so anstrengend. Wir sind körperlich an unsere Grenzen gekommen und darüber hinaus gegangen. Man ist sehr stark zusammengewachsen und dennoch wurde das Hierarchie Verständnis für den Gruppen- bzw. Zugführer gestärkt. Während wir an der Uni das Diskutieren und Hinterfragen lernen, ist es in Situationen im Dienst unabdingbar, auf seinen Vorgesetzten zu hören. Er weiß was er macht und es ist wichtig, seinen Anweisungen zu folgen, um den Erfolg der Maßnahmen zu sichern. Das lernt man in diesem Lehrgang. Es war hart, wir haben geschwitzt, wir waren verzweifelt und wurden zum Weitermachen animiert. Es war der WAHNSINN. Vielleicht lag es auch an den Lehrgangsleitern (die uns allerdings auch mal die Hölle heiß gemacht haben wenn jemand sein Barett vergessen hatte). Aber extra Liegestütz für Fehlverhalten zeigen eben Wirkung 😉 Am Ende des Lehrgangs waren wir alle bestens erzogen :p 

Bis es dann wieder an die Uni ging… 😉 Nach einem wohlverdienten Urlaub muss man sich dann nämlich wieder an den Theoretischen Teil gewöhnen – schwierig muss ich sagen. Es ist uns allen schwer gefallen.
Die wichtige Phase der Bachelor-Arbeit beginnt. Nachdem man im 4. Semester bereits ein Thema mit seinen Wunsch-Korrektoren eingereicht hat und das im 5. Semester (hoffentlich) genehmigt wurde, fangen die meisten jetzt Ende des 5./ Anfang des 6. Semesters erst richtig mit dem Schreiben an. Wichtig ist, dass man sich schon vorher Gedanken macht und wirklich nicht zu spät anfängt – es soll ja schließlich die einzige Bachelor-Arbeit sein, die man schreiben muss. Deshalb ist hier Mühe geben angesagt und ein gutes Zeitmanagement. Zugegeben hat man nun bis Abgabe der BA viel frei. Ich hatte im Durchschnitt nur 3 mal die Woche Uni und den Rest der Woche konnte ich für meine Interviews und das Schreiben der BA nutzen. Sie dann zu Drucken und Binden zu lassen ist nochmal ein riesiges Glücksgefühl! Danach folgen noch zwei Vorträge mit schriftlicher Ausarbeitung (das Spiel kennt ihr bereits) und – das was ihr gerade bei Instagram bei mir verfolgen durftet: die letzten beiden Klausuren stehen an. Einsatzlehre und Verkehrslehre wollen noch geschrieben und bestanden werden. Geschrieben habe ich heute die letzte Klausur und jetzt heißt es Daumen drücken, dass auch alles bestanden worden ist!!

Und wie geht es jetzt weiter? Nach den Klausuren folgt ein 2-wöchiges Praktikum. Ich verbringe dies ab kommendem Montag bei der Berliner Feuerwehr, da es mir wichtig ist zu wissen, wie die Kollegen arbeiten, um das später im Einsatz zu verstehen und ihnen nicht im Weg zu stehen (im wahrsten Sinne des Wortes, wenn ich nicht weiß wie die Feuerwehr wo, wann, wie lang muss und ich da mit meinem Funkwagen stehe … z.B.). Man kann es aber auch in einer anderen Behörde machen, bei einer Polizei in einem anderen Bundesland oder man macht eine Studienreise, wenn man genug Leute und zwei Dozenten findet, die mitfahren. Drei Studienreisen gibt es dieses Jahr bei uns: nach Barcelona, St. Petersburg und Prag – ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen viel Spaß!
Nach dem Wahlpflichtpraktikum… Tja was passiert dann? Es finden noch sechs wichtige Tage im März statt. Zwei davon sind der erste-Hilfe-Kurs. Zwei davon der Schlagstock-Lehrgang (Tonfa – Training) und der fünfte Tag ist der Tag der Verteidigung der Bachelor Arbeit. Der sechste und wohl wichtigste Tag: die Graduierung – bei mir am 29.03.2019. Und den Rest des Märzes? Vorbereitung auf den Dienst, Vorbereitung auf die Verteidigung und wenn man so motiviert ist wie ich, und sich bereit erklärt, die Abschlussrede am 29.03. bei der Ernennung/Graduierung zu halten, dann sollte man die Zeit gut nutzen, diese Vorzubereiten (ich habe einerseits Sorge, andererseits freue ich mich sehr darauf, die Abschlussrede halten zu dürfen – aber die muss gut werden :p). Einige Tage Urlaub haben wir auch noch und die Abschlussfeier im Jahrgangsrahmen steht auch noch an. Es wird also ein spaßiger März, so wie ich mir das vorstelle. Und währenddessen wartet mein ganzer Jahrgang darauf, endlich zu erfahren, wo es nach dem Studium hingeht – das ist nochmal sehr aufregend !!

So und nun ist der “kleine” Überblick auch schon fertig. Ich hoffe ich habe nichts vergessen und konnte euch das Studium zum gehobenen Polizeivollzugsdienst, wie es in Berlin abläuft, etwas näher bringen.

Alles in allem war es eine lehrreiche und größtenteils echt gute Zeit. Jeder, der den Wunsch hat, Polizistin oder Polizist in Berlin zu werden, wird es hier mega gut gefallen und neben Höhen und Tiefen (die Tiefen vergisst man übrigens kann schnell kann ich euch aus Erfahrung sagen) habt ihr eine super Zeit und kommt eurem Traum jeden Tag ein bisschen näher. Und je näher der Tag der Graduierung kommt, umso mehr weiß man zu schätzen, was man die drei Jahre alles erleben durfte. Man lernt so viele Leute kennen und eignet sich so viel Wissen und doch schon einige Erfahrungen an, das ist unfassbar. 

Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne! Und falls ihr jetzt das Studium beginnt und es doch etwas anders strukturiert ist: Der allgemeine Inhalt bleibt erst einmal der Gleiche. Möglicherweise wird das Studium irgendwann umstrukturiert, aber bis dahin könnt ihr meinen Erfahrungsbericht als grobe Richtung ansehen. Und jetzt: Viel Spaß beim studieren :p

gez. TP

Das Studium gPvD – 1.-4. Semester

Vor einigen Tagen hatte ich mal in meiner Story bei Instagram gefragt, was für Themen ihr gerne angesprochen haben möchtet, in meinem nächsten Blogpost. Einige hatten sich etwas über das Studium gewünscht, manche wollten etwas über die Intensität wissen, wie es mit Urlaub und Freizeit aussieht, andere wollten Infos über Klausuren, Hausarbeiten oder Lehrgänge. 

Für alle, die bereits Polizistinnen/Polizisten sind, ist dieses Thema natürlich nicht sonderlich interessant. Aber ich denke so ein kleiner Erfahrungsbericht schadet nicht, somit kann ich die letzten drei Jahre auch noch einmal Revue passieren lassen! Mal schauen wie ausführlich ich werde und ob es in einen Post passt. Bezweifle das aber stark – ich kenne mich :p Ich hoffe ich vergesse nichts, man vergisst leider doch sehr schnell. 

Beginnen wir mit dem ersten Semester. Am 01.04.2016 begann ich das Studium zum gehobenen Polizeivollzugsdienst an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Die erste Woche war noch etwas… wie nennt man es. Organisatorisch? Wenig Inhalt, außer bei den Rechtsfächern, da wurde sehr schnell Gas gegeben. Alle anderen Fächer waren erst einmal belegt mit Übersichten, was wird uns beigebracht, vielen vielen Vorstellungsrunden und anderen organisatorischen Dingen. Innerhalb der ersten paar Wochen gab es auch noch einen Tag, an dem eine Art “Einführung in das Studium” stattgefunden hatte. In einem Workshop sollten wir uns alle etwas besser kennenlernen und es wurden kleine Teamaufgaben vergeben, die wir am Ende präsentieren sollten.
Dann ging es mit dem Unterricht los. In meiner Klasse war im Alter von 18 bis 31 alles vertreten. Die Hälfte meiner Klasse waren komplette Polizei-Neulinge, die andere Hälfte, also etwas 15 Leute, kamen aus dem mittleren Dienst (die meisten hatten die Ausbildung begonnen und sich dann extern noch einmal neu für das Studium beworben).
Die Infos, die man dann in den Vorlesungen bekommt erscheinen maßlos und zugegeben, ich muss sagen ich war anfangs wirklich etwas überfordert. Gerade in den Rechtsfächern, bei denen die aus dem mD kommenden einfach schon viel viel versierter waren als wir “Neue”, dachte ich echt, ich werde daran scheitern. Es war so viel auf einmal und um das große Ganze zu verstehen braucht es viel Geduld und auch mal die ein oder andere “peinliche” Frage in der Klasse. Aber ich lege euch ans Herz: traut euch zu fragen, die meisten Dozenten an der Uni reagieren wirklich sofort gut auf eure Fragen und können auffassen, wo die Verständnisprobleme liegen. Das ist Gold wert, wenn ihr das Glück habt, so einen Dozenten zu haben. Ein kleines Geheimnis: Ich habe es zwar rechtzeitig zu den Klausuren immer alles verstanden, aber den Zusammenhang zur Praxis, also das “wofür lerne ich das hier eigentlich alles”, das habe ich erst im Praktikum gesehen. Also heißt es erstmal nur: durchbeißen, gut zuhören und vor allem mitschreiben, auch wenn man da im Studium leider manchmal zu Faulheit neigt. Geistig anwesend sein ist aber schon die halbe Miete, da erspart man sich sehr viel Zeit beim lernen für die Klausuren.
Im ersten Semester ist es, was die Prüfungen angeht, auch noch echt easy. Ihr schreibt lediglich eine Klausur in Soziologie und die ist absolut machbar, da braucht man sich keine Sorgen machen. Auf eine Hausarbeit in Grund- und Menschenrechte, wird man dann noch vorbereitet, die man relativ zeitig im 2. Semester abgeben muss. Ich und andere Kollegen, die vorher schon mal studiert haben, hatten hier einen kleinen Vorteil. Das zitieren und generell Verfassen von Hausarbeiten war somit schon “Gewohnheit” und fiel nicht allzu schwer, andere hatten da leider mehr Probleme.
Im ersten Semester (allerdings relativ mittig) findet auch ein ein-wöchiges Praktikum in Zivil statt – für die Schupos auf dem Abschnitt und für die Kripos bei dem Kriminaldauerdienst (K1).
Während der Uni-Phase hat man im 1. Semester noch Schwimmen. Da das in Ruhleben stattfindet bedeutet das leider, dass man zwischen Uni und Polizeiakademie pendeln muss, was auf Dauer ziemlich nervig ist. Übt fleißig für Schwimmen, auch in der Freizeit, da die Prüfung echt nicht ohne ist.

Und dann kommt schon die erste Praxisphase. Ihr habt Lehrgänge wie Verhaltenstraining und Funken, auch noch alles super überfordernd (für mich) aber rückblickend waren das echt alles sehr gute und hilfreiche Lehrgänge. Auch Waffenkunde und das Zu- und Eingriffrecht (somit auch die ersten Festnahmetechniken) und sog. Situs (Situationstrainings) werden im ersten Semester im Fachpraktischen Teil nicht an der Uni, sondern an der Polizeiakademie in Spandau durchgeführt. Außerdem macht man hier noch ein Praktikum, das zwei Wochen geht. Hier tauscht man die Rollen mit den Kripos: Kripos machen ein Praktikum auf dem Abschnitt und Schupos gehen zu K1. So lernt man auch mal die andere Sparte kennen und da man im 1. und 2. Semester noch gemischte Klassen mit Schupos und Kripos hat, kann man hier noch einmal gucken ob man die richtige Entscheidung getroffen hat. Denn man hat bis Ende des 2. Semesters die Möglichkeit, mit einem Tauschpartner die Laufbahn zu wechseln. Der Urlaub (30 Tage im Jahr) wird euch vorgegeben und ist immer in den Praxisphasen jedes Semesters zugeteilt. Erholt euch hier gut, denn:

Danach beginnt dann das 2. Semester und hier wird es deutlich anstrengender und komplizierter. Wenn ich euch eins ans Herz legen könnt: nehmt die Übungsklassen so ernst wie nur irgendwie möglich. Nach Abgabe der Hausarbeit beginnt sehr schnell die direkte Vorbereitung auf die ersten Rechtsklausuren. Man schreibt 3 Klausuren: Psychologie, Strafrecht und Strafprozessrecht. Und die haben es wirklich in sich: LERNEN!! Aber das war leider noch nicht alles, neben der Hausarbeit und den Klausuren muss man noch zwei Präsentationen halten. Eine in Polizei- und Ordnungsrecht und eine in Einsatzlehre. Bei beiden gehört zum Arbeitsauftrag eine schriftliche Ausarbeitung. Was der Dozent da erwartet ist ganz individuell und da müsst ihr immer gut aufpassen was er haben will. Bei uns waren es immer zwischen 10 und 15 Seiten Ausarbeitung, was leider vom Aufwand her nochmal fast eine Hausarbeit bedeutet. Ein ziemlich aufwändiges Semester also, hier hat man deutlich weniger Freizeit und der Sport, Partner, Familie und die Freunde müssen etwas nach hinten geschoben werden. Aber auch das geht vorbei. Parallel findet auch das erste Halbjahr ESV (einsatzbezogene Selbstverteidigung) statt. Hierzu sage ich nichts außer: es gibt Menschen die hier sehr stark kämpfen müssen und sehr viel lernen müssen um es zu bestehen, aber es ist wirklich sehr wichtig für den späteren Dienst! ^^

Nach den Klausuren dann wieder die Praxisphase mit Urlaub und Lehrgängen. Leider hier kein Praktikum. Im 2. Semester wird einem das Programm, dass die Polizei Berlin zur Anzeigenaufnahme verwendet, beigebracht. Man macht einen Fotolehrgang, einen Kurs über Cyber-Kriminalität (klingt langweilig aber ich fand den mega spannend) und noch einen etwas intensiveren Kurs, bei dem am Ende auch eine Prüfung ansteht. Hier geht es um das Vorgehen an einem Tatort – mega wichtig für die spätere Arbeit.

Im 3. Semester habt ihr dann wieder etwas mehr Freizeit und könnt durchatmen. Es wird wieder nur eine Klausur in Kriminologie geschrieben und einige (nicht alle: der Rest hat dies im 4. Semester) können schon ihre Präsentation mit schriftlichem Anteil im Fach Politikwissenschaften halten. Wenn ihr schnell seit, meldet euch da, dann habt ihr das erledigt. Einige unbewertete Vorträge können immer Mal wieder stattfinden, aber das ist auch wieder Dozenten abhängig. Wichtig im 3. Semester: nur weil ihr keine Klausuren schreibt heißt das nicht, dass es unwichtig ist. Im Gegenteil: ihr braucht alles für die Klausuren im 4. Semester die mal wieder richtige Brecher sind. Also nicht nachlassen mit der Aufmerksamkeit! Das 4. und 5. Semester teilen sich in Sport einmal Ausdauer = Laufen und Kraft = Parcours, Liegestütz und Klimmzüge. Ich empfehle euch, das schon im 1. und 2. Semester im Hinterkopf zu haben, da es so spontan nicht so viel hilft, erst im 4./5. Semester mit dem Training anzufangen.
Der Fachpraktische Teil beinhaltete dann endlich das erste Mal Schießen! Den Lehrgang fand ich besonders toll und aufregend. Vielleicht sollte ich dazu mal extra was schreiben, denn dazu kann man echt noch viel erzählen und berichten. Bei anderen Lehrgängen ist das auch immer mit den Inhalten so eine Sache. Zu viel darf man da natürlich nicht sagen.
Außerdem habt ihr nochmal vertiefendes Verhaltenstraining, Einsatztraining und Situationstraining. An alle Lehrgänge kann ich mich zugegeben gar nicht mehr erinnern – kann sein, dass ich hier was vergessen habe.

Dann kommt nochmal der letzte Oberhammer: das 4. Semester. Die, die nicht das Glück hatten, PW im 3. Semester zu halten, müssen dies nun hier tun. Streitet euch um die frühen Plätze denn man neigt dazu es nach hinten schieben wollen aber das – und das ist ein Tipp für das gesamte Studium – macht hier GAR KEINEN Sinn ! Macht alles immer so früh und zeitnah wie ihr könnt, um einen Haken dran zu machen. Je näher die Klausuren kommen, umso mehr Stress hat man eh. Dazu kommt eine Präsentation mit Ausarbeitung in einem Vertiefungsmodul, das ihr im 3. Semester frei wählen durftet. Tipp von mir hier: schnell sein. Geht sofort wenn die Kurswahl freigeschaltet wird auf euren Kurs, sonst kommt ihr nicht mehr in die guten Kurse. :p
Die Hausarbeit in Führungslehre kostet nochmal sehr viel Zeit und dann müsst ihr euch schon an das Meister-Projekt des 4. Semesters machen: Die Planübung. Das ist quasi ein ganzer Tag, den du und deine Gruppe (7-9 Leute) gestalten. Ihr haltet eine Präsentation, bzw. plant einen Einsatz, den ihr dann vor dem Gremium, das euch benotet, und der Klasse vorstellt. Sehr aufwändig und hier können echt riesige Diskussionen ausgelöst werden. Doch egal wie schwierig es wird: Denkt dran, ihr seid Kollegen und ihr wollt das alle und gemeinsam schaffen. Also arbeitet zusammen, seid ein Team und bleibt stark als eine Einheit. Dann funktioniert das Ganze auch viel besser und ihr sichert euch eine sehr gute Note. Wenn das überstanden ist, kommen noch zwei große Aufgaben auf euch zu, die nochmal sehr viel Konzentration und Durchhaltevermögen fordern! Die beiden Klausuren des 4. Semesters sind Polizei- und Ordnungsrecht, sowie Verkehrsrecht. Beide ziemlich heftig wie ich fand. Sehr viel Stoff, aber auch machbar. Ihr schafft das, ich glaub an euch :p 

So… das war nun doch ziemlich viel und irgendwie auch ziemlich trocken. Glaube mein übernächster Post wird wieder etwas… emotionaler 😛 mit Gefühlen und Gedanken und so. Aber das ist ebenfalls wichtig. Ich hab damals nirgends Erfahrungsberichte gefunden, als ich mich beworben habe. Ich wusste gar nicht so richtig, was auf mich zukommt. Deshalb und als Erinnerung für mich, was man doch schon so alles überstanden hat, schreibe ich es 🙂 

Im nächsten Post folgen dann noch die Praxisphase des 4. Semester sowie die Semester 5 und 6 + Praxisphasen. Da es die aber in sich haben und ich dazu etwas ausholen möchte, vor allem was die Praktika und die ersten Einsätze angeht, schreibe ich dazu in der nächsten Woche mehr 🙂 

gez. TP